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Erste Schritte im Trauerfall: Formalitäten

Ein klarer, beruhigender Leitfaden für die ersten Stunden im Trauerfall. Welche Dokumente Sie in Berlin jetzt brauchen und was wir Ihnen abnehmen.

Veröffentlicht am Zuletzt geprüft am

Dieser Ratgeber wurde von der Redaktion von Himmelsruhe Bestattungen erstellt und fachlich geprüft. Die Inhalte beruhen auf der täglichen Praxis in der Bestattungsberatung und Trauerbegleitung, werden regelmäßig aktualisiert und ersetzen keine individuelle Beratung.

Warum dieser Ratgeber?

Wir begleiten in Berlin täglich Angehörige im Trauerfall – auf Deutsch, Russisch, Englisch und Italienisch. Die Fragen, die uns dabei am häufigsten gestellt werden, beantworten wir in diesem Ratgeber so, wie wir es auch im persönlichen Gespräch tun würden: ruhig, konkret und ohne Fachjargon. Wenn etwas offen bleibt, rufen Sie uns einfach an – die Beratung ist unverbindlich.

Schnelle Antwort (TL;DR):
  • Tod zu Hause: Rufen Sie zuerst einen Arzt (116117), um den Totenschein auszustellen.
  • Im Krankenhaus/Pflegeheim: Das Personal kümmert sich um den Arzt.
  • Danach: Rufen Sie uns unter 030 233237740 an. Wir übernehmen Abholung, alle Behördengänge und die Sterbeurkunde.
Tröstende Hände neben einer ruhig brennenden Kerze – Beistand in den ersten Stunden nach einem Todesfall

Was zuerst zu tun ist

Ein Todesfall löst oft Hilflosigkeit aus – dabei sind die ersten Schritte überschaubar. Entscheidend ist der Ort des Sterbefalls:

  • Zu Hause: Rufen Sie den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Der Arzt stellt die Todesbescheinigung (Totenschein) aus. Erst danach darf der Verstorbene abgeholt werden.
  • Im Krankenhaus oder Pflegeheim: Das Personal veranlasst die ärztliche Leichenschau. Sie können sich Zeit für den Abschied nehmen und uns dann anrufen.
  • Bei unklarer Todesursache oder Unfall: Verständigen Sie die Polizei (110). Der Verstorbene wird erst nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft überführt – auch das koordinieren wir für Sie.

Wichtig zu wissen: In Berlin darf ein Verstorbener bis zu 36 Stunden zu Hause bleiben. Es gibt keinen Grund zur Eile – nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen.

Diese Dokumente benötigen wir

Damit wir die Sterbeurkunde beantragen können, halten Sie bitte bereit:

  • Alle: Personalausweis, Chipkarte der Krankenkasse
  • Ledige: Geburtsurkunde
  • Verheiratete: Heiratsurkunde / Stammbuch
  • Verwitwete: Heirats- und Sterbeurkunde des Partners
  • Geschiedene: Heiratsurkunde und Scheidungsurteil

Fehlt etwas? Keine Sorge, wir fordern Dokumente beim zuständigen Standesamt für Sie nach. Einen vollständigen Überblick über alle nötigen Behördengänge gibt unser Ratgeber zu Behörden & Formalitäten in Berlin.

Wer informiert werden muss

Nicht alles muss sofort geschehen. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:

  • Sofort: engste Angehörige und – falls vorhanden – der Bestatter mit Vorsorgevertrag.
  • In den ersten Tagen: Arbeitgeber, Krankenkasse, Rentenversicherung (übernehmen wir), Lebens- und Sterbegeldversicherungen (Achtung: manche Policen haben Meldefristen von 24–72 Stunden).
  • Später: Banken, Vermieter, Strom/Gas/Telefon, Vereine und Abonnements – dafür bleibt nach der Beisetzung genug Zeit.

Abholung & Überführung

Nach Ihrem Anruf stimmen wir die Abholung mit Ihnen ab – rund um die Uhr, auch nachts und am Wochenende. Wir holen Verstorbene würdevoll von zu Hause, aus Krankenhäusern und Pflegeheimen in ganz Berlin und Umgebung ab und überführen sie in unsere Räumlichkeiten. Auf Wunsch ermöglichen wir vorab eine Verabschiedung im vertrauten Umfeld.

Häufige Fehler in den ersten Stunden

  • Überstürzt unterschreiben: Sie müssen nicht den erstbesten Bestatter beauftragen, den ein Krankenhaus oder Pflegeheim nennt. Die Wahl liegt allein bei Ihnen.
  • Dokumente suchen statt anrufen: Fehlende Urkunden sind kein Hindernis – wir beschaffen sie nach.
  • Alles allein regeln wollen: Verteilen Sie Aufgaben in der Familie oder geben Sie sie an uns ab. Niemand muss das alleine schaffen.

Wie wir Sie entlasten

Vom ersten Anruf an übernehmen wir Abholung, Standesamt, Sterbeurkunde, Abmeldungen bei Krankenkasse und Rentenversicherung sowie die komplette Organisation der Beisetzung. Was auf Sie zukommt und was alles dazugehört, zeigen unsere Ratgeber zu den Bestattungsarten und den Bestattungskosten in Berlin.

Häufige Fragen

Wie lange darf ein Verstorbener zu Hause bleiben?

In Berlin darf ein Verstorbener bis zu 36 Stunden zu Hause verbleiben. Sie haben Zeit, in Ruhe Abschied zu nehmen.

Muss ich selbst zum Standesamt?

Nein. Wir übernehmen die Beurkundung, melden Renten ab und beantragen auf Wunsch das Sterbevierteljahr.

Passende Bestattungsleistungen

Bestattung in Ihrem Bezirk

Wir sind für Sie da – rund um die Uhr.

Ob eine konkrete Frage oder ein Trauerfall: Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir beraten Sie in Ruhe und in Ihrer Sprache.